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Tropfenschildkröte - Clemmys guttata

Die Tropfenschildkröte ist eine der kleinsten Sumpfschildkröten. Sie erreicht eine maximale Carapaxlänge von 12,5cm. Die Grundfarbe des Rückenpanzers ist schwarz. Auf ihm befinden sich unregelmäßig verteilte gelbe bis orangefarbene Punkte.
Der gelbe bis orangefarbene Bauchpanzer hat auf jedem Schild einen großen schwarzen Fleck. Auch der schwarze Kopf und die Gliedmaßen sind gelb bis orange gefleckt.
Beim Weibchen ist das Kinn und die Iris gelb. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch eine dunkel gefärbte Iris, ein braunes Kinn, einen leicht konkaven Bauchpanzer und einen dickeren, längeren Schwanz.

Vorkommen

Östlicher Teil der USA und Kanada: Kanadische Provinzen Süd-Ontario und Quebec, US-Bundesstaaten Maine und Maryland südwärts entlang der Atlantikküste sowie South Carolina und Georgia bis in den Norden des Staates Florida.

Lebensraum

Im Wasser als auch an Land. Bevorzugt werden Gewässer mit weichen, schlammigen Böden und dichter Unterwasservegetation, also Sumpf-, Moor- und Feuchtwiesenbereiche sowie kleine Waldbäche.

Haltung

Meine beiden 2-jährigen guttatas (Stockmaß: 6,3cm) leben zur Zeit in einem Aquarium mit den Maßen 100x40x40cm. In der Mitte steht ein Blumentopf mit Kies und verschiedenen ungiftigen Pflanzen bestückt. Er wird von unten mit gefiltertem Wasser eingespeist, welches am oberen Rand wieder ins Aquarium fließt. Er soll also nicht nur als Landteil dienen, sondern auch als biologischer Nitratfilter. Das hält mich aber nicht davon ab, den Wasserwechsel mind. 14-tägig vorzunehmen. An verschiedenen Stellen befinden sich Luftsprudler sowie ein Wasserfall, so dass das Wasser überall in Bewegung ist und aufgefrischt werden kann. Die Wassertemperaturen betragen im Sommer tagsüber 25-26°C und nachts 20-22°C. Auf den Aufgängen zu den Landteilen können die Schildkröten zwischen einem Temperaturbereich von 28-33°C wählen. Als Beleuchtung dienen 2 Leuchtstoffröhren Repti-Glo 5.0 (30% UVA-, 5% UVB-Strahlung) mit je 30W, die ich jährlich (halbjährlich versetzt) austausche, sowie 2 Strahler mit je 25W. Die Beleuchtung wird morgens schrittweise durch Zeitschaltuhren an bzw. abends abgeschaltet, um den Sonnenauf- bzw. -untergang zu simulieren. Die Beleuchtungsdauer richtet sich nach den Jahreszeiten. Eine Heizung für das Wasser ist nicht notwendig. Der Wasserstand beträgt zur Zeit 8-9cm. Im Wasser befinden sich als Bodengrund Schieferplatten, die eine gute Reinigung ermöglichen. Als Kletterhilfen dienen große Steine, kleine Wurzeln sowie verschiedene Wasserpflanzen.

Nahrung

Meine beiden guttatas sind sehr aufgeweckte, liebenswerte und hungrige Gesellen, die noch keine Nahrung verschmäht haben. Sobald ich ins Zimmer komme, betteln sie um Futter. Als fleischliche Nahrung biete ich an: Mehlwürmer, Regenwürmer, Kellerasseln, kleine Gehäuseschnecken, Mäusebabys, Stinte, mit Korvimin gepuderte Heimchen, gefrorenes Spezialmenü für Schildkröten, getrocknete Gammare, Koi Sticks sowie zerstoßene Eierschalen oder Sepiaschale. Als pflanzliche Kost erhalten sie Wassersalat, Löwenzahn, Kräuter, selten Obst wie Banane, Erdbeere, Kiwi. Ich füttere jeden 2.Tag, wobei Wassersalat und zerstoßene Eierschalen bzw. Sepiaschale immer zur Verfügung stehen.

Winterruhe

Ab Mitte November reduziere ich alle 2-3 Tage das Licht um je 1 Stunde morgens und abends, so dass nach ungefähr 10 Tagen das Licht ganz abgeschaltet ist. Während dieser Zeit erhalten die Schildkröten kein Futter mehr. Man sollte die Schildkröten vor der Winterruhe vom Tierarzt untersuchen und entwurmen lassen. Nun kommen die Tiere in eine Plastebox, die mit Wasser (Wasserstand: 5-6cm), Sphagnummoos und einen Teebeutel mit schwarzen Tee (verhindert Schimmelbildung) gefüllt ist. Die Tiere müssen langsam abgekühlt werden, damit sich der Organismus auf die Winterruhe einstellen kann. Deshalb wird die Box alle 5-6 Tage in einem kühleren Raum gestellt, wobei die Temperaturdifferenz nicht mehr als 5°C betragen darf. Nach etwa 15-18 Tagen kommen die Schildkröten bei Temperaturen zwischen 5-7°C in den Kühlschrank. Nach 2-3 Monaten werden sie wieder schrittweise erwärmt.



Text und Bilder von Sabine Wegner. Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Veröffentlichung!

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